Reviews

 

"Inner Bomb Exploding"

Rock Hard 8/10
In unserem Death-Metal-Special wurde jüngst noch beklagt, dass zu wenige herausragende Todeskapellen aus deutschen Landen kommen. Dabei tut sich zumindest, fast ein Jahrzehnt nach dem Death-Metal-Boom, wieder was in Deutschland. Neben den starken Path Of Golconda empfehlen sich auch WARFIELD WITHIN als vielversprechende Newcomer. Die Mönchengladbacher mähen teilweise im Krisiun-Tempo alles nieder, verpennen es aber nicht, die Songs durch getragenere Passagen mit der nötigen Abwechslung und Dynamik zu versehen. Auch die Vocals zwischen tiefen Growls und hysterischen Thrash-Shouts sorgen dafür, dass keine Langeweile aufkommt. Das technische und brutale Gitarrenspiel ist eh über alle Zweifel erhaben. Ein verdammt starkes Geschoss!

 

Metal Hammer 5/7
Da werden tiefste Underground-Erinnerungen wach, wenn man das doppelte W sieht. Das Mark II-Line-up der damaligen Inkarnation von Khaosick wurde zu Warfield Within, die sich später noch mit dem ehemaligen Jack Slater-Klampfer Spas verstärkt haben. Neben Dutzenden von Live-Shows haben die Jungs vom Niederrhein die letzten Jahre genutzt, um den Deal bei Yonah einzutüten und vor allem endlich ihr Debüt einzuprügeln. Bei Andi Funke im Metallurgy dick produziert, holzen sich Warfield Within durch einen fiesen Hybriden aus Thrash- und Death Metal. Dabei ist das Riffing oftmals vom aggressivem Thrash geprägt, die Death Metal-Elemente kommen in erster Linie von Drummer Simon Heinen, der nicht nur verdammt wuchtig und präzise, sondern auch extrem brutal drauflos prügelt, wenn man ihn denn lässt. Sänger Sebastian Meisen passt sich dem variablen Sound seiner Kollegen an und liefert sowohl thrashiges Shouten als auch dunkle Growls ab. Beim Songwriting haben die Mönchengladbacher noch etwas Luft nach oben, aber besonders die Stellen, an denen thrashig angerifft und dann brutal geblastet wird, können schon jetzt ordentlich überzeugen. Ein rundum gelungenes Debüt, das Spaß macht und hiermit allen Freunden von ultra-aggressivem Thrash Metal mit Death Metal-Schlagseite empfohlen sei


EMP Review
Hatesphere, The Haunted, Behemoth und nicht zuletzt Krisiun – Fans dieser Acts können mit dem beeindruckenden Debut der Mönchengladbacher einfach nichts falsch machen. Hoch kompetenter Death Metal mit clever eingebauten Thrash-Elementen.
EMP Redaktion:
Technisch wie kompositorisch immens kompetenter Death Metal kann auch 2010 noch aus Deutschland kommen. Um genau zu sein aus Mönchengladbach. Denn von dort stammt das vor gut vier Jahren ins Leben gerufene Quintett, das nach einigen hoch gehandelten Demo-CDs nun sein erstes, offizielles Album an den Start bringt. Nach wenigen Sekunden Aufwärmphase, legen die Jungs um Frontmann Sebastian Meisen mit "New blood" extrem schnell und aggressiv los. Bei allem, von Drummer Simon Heinen stakkato-mäßig vorangetriebenem Blast-Tempo werden hier – wie auch auch bei den folgenden Nummern – aber immer wieder interessante, deutlich langsamere, teils melodische, dann wieder dissonante Thrash-Passagen und -Breaks eingebaut. Die passen nicht nur wie die Faust aufs Auge, sondern halten das Ganze auch noch schön frisch. Ebenfalls unberechenbar und dennoch immer goldrichtig, liegt Meisen mit seiner Variation düster gurgelnder Growls und kraftvollem Shouting. Ein verdammt beeindruckendes Debut, das große Hoffnungen an die weitere Karriere der Fünf vom Niederrhein knüpft.

 

Legacy Review
Was für ein Brett hieven WARFIELD WITHIN aus Mönchengladbach hier mit ihrem Debüt auf den Prüfstand. Ganz klar fokussiert ist die Schlagzeugarbeit von Simon Heinen, der mit unglaublich tightem Spiel und (teils hyperschneller) Präzision das Fundament für dieses Death/Thrash-Gewächs bildet. Mit an Bord der 2005 gegründeten Band ist auch Spas, der ehemalige Gitarrist von Jack Slater, der hier zusammen mit Christian Felauer eine nicht minder druckvolle Gitarrenwand auffährt. Die Grenzen zwischen Death und Thrash wechseln auf „Inner Bomb Exploding“ regelmäßig, mal wird die Blast-Kanone aufgefahren ("Pride Of Creation", "War Of Attrition"), mal verneigt man sich mit einer Nummer wie "Cynic Hell Reality" vor Behemoth oder bedenkt die Thrash-Fraktion mit "Scapegoat" oder "My Own Worst Enemy". Weitere Bands neben Behemoth, die sicherlich keinen unwesentlichen Einfluss auf die Bombenbastler hatten, sind vermutlich frühe Kreator, Krisiun, Defleshed, The Haunted oder auch Hatesphere. Zumindest lassen sich im Sound der Gladbacher immer wieder Querverweise feststellen. Sicherlich nicht die schlechtesten Inputs, vor allem, wenn man es wie WARFIELD WITHIN schafft, ein ganz eigenes Süppchen daraus zu kochen. Ebenfalls zu spüren ist in dem technisch versierten, aber nicht zu verfrickelten Sound die Routine der fünf Musiker, die bereits an die 100 Auftritte mit u.a. Mayhem, Cataract, End Of Green und Sinister absolviert haben. Ihren Höhepunkt erreichen WARFIELD WITHIN mit dem Rausschmeißer "Dialog With God", einem abwechslungsreichen Inferno, in dem nochmals sämtliche Register gezogen respektive Stärken der Musiker zur Geltung kommen. Dazu kommt eine entsprechend wuchtige, transparente Produktion, die das letzte Quäntchen Brutalität aus dem Sound rauskitzelt. Sehr starke Angelegenheit, die für Fans von u.a. der genannten Bands sehr zu empfehlen ist! (HD)
10 Punkte

 

Bleeding4Metal 10/10 Punkten!!!!
www.bleeding.de
Böser Metal aus Deutschland...NEIN kein Metal-, Post-, Math-, Nintendo-, oder irgendein sonstiger -Core. Ganz ehrlich - auch ohne CALIBAN-Kajal! Vielmehr widmen sich hier 4 junge Herren aus Mönchengladbach ihren dunkelsten, brutalsten Dämonen. WARFIELD WITHIN, das klingt nach mehr, insgesamt wie ein radikales Todesdestillat aus CATARACT, ILLDISPOSED, BEHEMOTH und LEGION OF THE DAMMNED. Allein das kann sich nicht jede Band bei ihrem Debutalbum, dass den Namen "Inner Bomb Exploding" trägt, verdientermaßen auf die Fahne schreiben.

Musikalisch geht es volle Möhre vorwärts, bergab. Aber nicht qualitativ sondern eher textlich gesehen beschäftigen sich die meisten Texte von Shoutgrowler Sebastian Meisen, doch mit den Abgründen der menschlichen Seele, die wenn man sich das Textgut mal durchliest, echt tief liegen müssen. Kostprobe gefällig? <...anal fucked deep in my heart...> ('My own worst enemy'), oder <...Jesus Hitler Adolf Christ fascisim never gone...> ('Cynic Hell Reality'). Das ist erstmal schwer zu schlucken, aber irgendwie haben die 4 es geschafft auch solche Texte glaubwürdig zu verpacken, ohne das es nach aufgesetztem Geschwafel klingt. Apropos Verpackung, an der Instrumentenfront wird geschreddert was das Zeug hält. Ohne Atempause wird hier zerstört zerbombt und flachgeblastet was vor das Visier kommt. Speziell der Mann an der Schießbude, Simon Heinen rumpelt als wäre er beim Behemothdrummer Inferno persönlich in Lehre gegangen. Die absoluten Albumrenner/-anspieltipps sind die beiden oben genannten Songs (nicht nur wegen dem Text) sowie 'A Future Dark' und 'Tortured Souls' da geht einfach nur die Post ab.

WARFIELD WITHIN verschießt 10 Stücke glühendes, scharfkantiges, dreckiges und tödliches Schrapnell. Ich rate trotzdessen niemand in Deckung zu gehen, im Gegenteil! Für ein Erstlingswerk ist das hier schon an der Grenze zu bravurös gemeistert. Schön zu sehen, dass solches Potential in Deutschland immer noch vorhanden ist und auch genutzt wird (hoffentlich auch weiterhin). Alles richtig gemacht, volle Punktzahl Spitze!

Gesamtwertung: 10.0 Punkte


Powermetal.de 8.5/10 Punkten
SLAYER! Einfach nur SLAYER!
SLAYER - und nichts anderes! Mit den ersten Noten des neuen WARFIELD WITHIN-Releases "Inner Bomb Exploding" startet eine Heldenverehrung der ganz besonderen Art, zwar noch eine Spur radikaler inszeniert als bei den definitiv Geehrten, aber dennoch so offensichtlich und klar, dass nur zwei Meinungen zugelassen sind: Extrem geil oder extrem einfalsllos.

Blickt man jedoch auf dieses infernalische Tempo, welches WARFIELD WITHIN von der ersten Sekunde an auffahren, wird man sich schnell für die begeisterte Variante entscheiden. Hier wird mit einer solchen Wucht, einer solchen Geschwindigkeit, aber dann doch noch derart differenziert geknüppelt, dass es eine wahre Pracht ist. Songs wie 'New Blood', 'Tortured Souls' und das von kurzen Midtempo-Riffs unterbrochene 'Scapegoat' steigern sich in einen wahren Rausch und etablieren die Band als eine der besten ihres Faches im Rhythmusbereich. Drums und Bass leisten Wahnwitziges, darüber werden ein paar leicht melodische Rasiermesser gelegt, die wiederum von Frontmann Sebastian Meisen an die Wand gebrüllt werden. Wirklich beeeindruckend, mit welcher Inbrunst dieser Kerl sein Handwerk tätigt!

Auf Dauer lugt lediglich die Gefahr der Eintönigkeit, der WARFIELD WITHIN zur Mitte des Albums auch tatsächlich verfallen. Hin und wieder wäre ein flottes Break angebracht, einfach nur eine geringe Auflockerung des durchweg schnellen Geballers, die verhindert, dass die Spannungskurve mit einem Ruck nach unten zieht. Dies gelingt der Band dann auch mit Songs wie 'Cynic Hell Reality' und 'War Of Attrition', in denen der melodische Unterbau sogar noch ein Stückchen deutlicher präsent ist, und mit denen man dann auch endgültig aus der Nähe potenzieller, weiterer SLAYER-Verehrer wie THE HAUNTED entflieht.

Letzten Endes bleibt das Original natürlich unerreicht, darf sich jedoch gerühmt fühlen, mit einem solch deftigen Geschoss einen inoffiziellen Tribut zu erfahren. WARFIELD WITHIN sind auf jeden Fall eine heiße Nummer im Brutalo-Thrash-Sektor - und könnten den eben genannten Schweden aufgrund ihrer Zügellosigkeit sogar noch locker den Rang ablaufen!

Anspieltipps: New Blood, Scapegoat, Cynic Hell Reality Note: 8.5 / 10


Review myrevelations - 13/15 Punkten!
www.myrevelations.de
13 von 15 Punkten
Meine Fresse! Ein Debüt wie "Inner Bomb Exploding" der 2005 gegründeten Warfield Within aus Mönchengladbach bekommt man nur selten in die Finger. Nachdem deren bereits sehr gute Demo im Jahre 2007 zum Plattenvertrag führte, legt der Fünfer nun nochmal ordentlich nach.
Der Titel der Scheibe ist mehr als Programm. Das Quintett zündet ein Feuerwerk an Thrash/Death, das unter Sebastian Meisens mächtigen Growls, bei denen man die Erde beinahe in der Kehle schmecken kann sowie den infernalischen Shouts voller Wut und Kraft zehn wahre Bretter aus Blastbeat-Hämmern, Double-Bass-Brechern und knüppelharten Drums loslässt. Die gnadenlos schnellen Songs machen keine Gefangenen.
Warfield Within vermeiden dabei den sinnfreien Missbrauch der Instrumente; das Songwriting bleibt direkt und transportiert die mächtige Aggression und beinahe körperlich spürbare Gewalt ohne Experimente auf den Hörer. Rasendes Spiel par excellence, vor allem die gewaltigen Riffs, lässt die Titel höllisch krachen und bleibt ebenso hart wie kompromisslos, dennoch fein gestrickt und überzeugt mit eingängigem sowie technisch herausragendem Spiel. Abnutzungserscheinungen oder Knüppel-Langeweile treten zu keiner Sekunde auf. Durch die druckvolle Produktion kommt der brutale Sound des Albums bestens zur Geltung und hämmert mit mächtig Bumms aus den Boxen.
Warfield Within lassen nicht nur eine innere Bombe hochgehen. Verzweigte Einflüsse oder Schnickschnack sucht man auf diesem Album vergebens. Wer allerdings auch nur minimal für reine, kochende Aggression empfänglich ist, muss hier zugreifen. "Inner Bomb Exploding" ist ein hammerhartes, brutales Debüt, das Seinesgleichen sucht - die hier gebotene Thrash/Death-Attacke explodiert mitten ins Gesicht!

 

Review Burn Your Ears - 7/10 Punkten + Review All My Music
www.burnyourears.de

Wer behauptet, in Deutschland werde beim Waldsterben zu viel geholzt, der sollte sich unter anderem an WARFIELD WITHIN wenden. Als sich vor fünf Jahren in Mönchengladbach ein paar Jungs finden und ihre Äxte und Schlagstöcke sammeln, brummt schon nach der ersten Demo einem Label das Trommelfell, so dass das Debüt ordentlich aufgenommen in der Welt verstreut wird.
Knapp anderthalb Minuten bekommt der Schädel als Vorsprung, bevor er ausrasten darf. Solange dauert die Eingewöhnungsphase dieses musikalischen Hassbatzens. Sobald der Geschützpanzer Fahrt aufgenommen hat, brüllt die Kanone die Schädelplatte davon und Maschinengewehrfeuer erhöht das Tempo auf dem Kriegsschauplatz.
Markerschütterndes Geschrei und übles Gegrunze ätzt als Schwefelgeruch mit Hilfe der schneidenden Wurfstern-Gitarren die Hirnrinde weg, obwohl diese noch gebraucht wird. Denn mit einem simplen Soldaten-Discofox kommt man hier nicht durch die Takte. Dazu wird zu häufig der Streubomber hervorgeholt, der seine Akzente sehr unterschiedlich setzt. Ein nicht ganz so kompliziert strukturierter Genickbrecher ist hier der Titeltrack Nummer vier, der mit Vollgas über das Schlachtfeld heizt und cleane Vocals als Bonusbombe enthält. Dabei darf man aber auch diesen Song nicht unterschätzen, dessen Riffs als wendige Eurofighter daherkommen.
Insgesamt ziemlich angepisst geben die Burschen persönliche Geschichten, psychisches, pessimistisches und nihilistisches zum Besten. Meist ist der Gashebel des Jagdfliegers nach vorne durchgezogen, denn vom Vollgas geht die Truppe selten. Einzel- und Doppelläufe, mal einen erfrischenden Basseinsatz, oftmals technisch recht kompliziertes Rasen auf den Revolvertrommeln und den Streitäxten mischen sich zu einem Napalm, der einen tödlichen Teppich über allen Zuhörern ausrollt.
Der neue Gitarrist, der von JACK SLATER auf das innere Kriegsgebiet gewechselt hat, bringt nicht zwingend eine Mitgift mit, doch in einer ganz anderen Ecke spielen WARFIELD WITHIN auch nicht. Man kann die rüden BEHEMOTH erwähnen, die brutalen KRISIUN dazu nehmen und noch modernen Trash wie bei CHIMAIRA dazumischen und es ergibt sich eine heftige Ballerei. Für Höchstnoten fehlen etwas die Hits, doch mit „Inner Bomb Exploding" kann man sich prima mit vielschichtigem Brutalo-Geholze den Schmalz aus dem Gehörgang pusten lassen.

7/10 Punkten

 

Review Mescaline Injection
www.mescaline-injection.de
Rasender Death-Thrash mit Zerstörungsgarantie 7/10 Punkten
Die Death-Thrasher WARFIELD WITHIN kommen aus Mönchengladbach und schrauben einem so richtig genüsslich die Rübe ab. Die Jungs zelebrieren ihre Musik mit ganzem Herzen und präsentieren sich frisch, druckvoll und unverbraucht. Natürlich erfinden sie das Rad nicht neu aber das muss man ja auch nicht, und mal ehrlich, welche Band schafft es heutzutage noch, tatsächlich neue Aspekte in ihren Sound einfließen zu lassen? Dann doch lieber gewohnt und gut.
“Inner Bomb Exploding” handelt, wie es der Titel beschreibt, vom inneren Kampf mit dem eigenen Gewissen und Ansichten. Dieser Umstand spiegelt sich auch in der Musik wieder und entsprechend hacken die Musiker ihren Stoff ein. Die Songs preschen nach vorne, machen Druck und wirken extrem zerstörerisch. Spontan lassen sich Parallelen zu DEFLESHED ziehen, wobei hier ganz eindeutig gesagt werden muss, dass WARFIELD WITHIN insgesamt vielseitiger und rein Instrumental ansprechender agieren.
Die Blastbeats sind schön schnell, das Gitarrenspiel zwar nicht extravagant und auch ohne besondere Erkennungszeichen, dafür aber grundsolide und direkt ins Gesicht. Der wechselnde Kreisch- und Growl-Gesang ist langfristig vielleicht etwas eintönig und ohne nennenswerte Akzente, aber trotzdem schön extrem und passend zum Gebolze.
Der Sound ist recht trocken und direkt, nicht unbedingt superfett aber treffend für diese Musik. Bei den ganz schnellen Passagen wirkt die Snaredrum ein wenig pappig, was jedoch nicht bedeuten soll, dass sie schwach ausgesteurt ist. Hier hätte die Band einfach ruhig etwas weniger moderne Technik und Thrash einfließen lassen können. Ansonsten können Extremmetaller mit “Inner Bomb Exploding” nicht viel verkehrt machen. Gute Arbeit!

 

Musikreviews.de 11/15 Punkten
www.musikreviews.de
Lässt das Artwork eher auf cybermetallische Kost schließen, so wird bereits nach wenigen Takten klar, dass das Debütalbum der Mönchengladbacher WARFIELD WITHIN deutlich rabiateren, brutaleren und intensiveren Stoff zu bieten hat. Die Songs auf „Inner Bomb Exploding“ springen einem derart aus dem Stand mit dem nackten Hintern voran ins Gesicht, dass man hinterher erst mal völlig verdattert aus der Wäsche glotzt.
Mit ungeheurer Aggression, viel Schaum vor dem Mund und einer viehischen Energie prügelt das Fivepiece einen Cocktail zusammen, der in puncto Blastbeats, welche sehr gern und sehr häufig eingesetzt werden, locker mit KATAKLYSM, DEFLESHED und CRYPTOPSY mithalten kann und in seiner Rohheit nicht selten an CRIMINAL (zu „Dead Soul“-Zeiten), PROTECTOR (zu „A Shedding Of Skin“/„The Heritage“-Zeiten), hyperschnelle KREATOR der alten Schule, derbste SLAYER, KRISIUN oder VADER erinnert. Ein paar wenige DARKANE-Harmonien und CANNIBAL CORPSE-Psycho-Tappings und sparsam, aber effektiv platzierte Grooves und Midtempoparts nehmen in den passenden Momenten das Tempo raus – nur, um dem Hörer kurz darauf wieder eine saftige Abreibung zu verpassen.
Doch trotz aller Gemeinsamkeiten mit den genannten Acts haben WARFIELD WITHIN ihr ganz eigenes Ich. Eher hört man einfach nur, woher die Band ihre Inspirationen bezieht – diese Eigenständigkeit ist als dicker Pluspunkt zu verbuchen. Ebensolche Pluspunkte sind der variable, vehemente Extremgesang von Sebastian Meisen und die mörderisch pralle Produktion, bei der schlimmstenfalls die Triggerdrums etwas penetrant sind.
FAZIT: WARFIELD WITHIN zeigen, dass kompromissloses Überschallgekloppe noch lange nicht seinen Zenit überschritten hat. Langweilig wird es zu keiner Sekunde, vor allem aber ist „Inner Bomb Exploding“ gut für die (Sturm-)Frisur.
Chris

11/15 Punkten


Review www.metal-aschaffenburg.de 10/15 Punkten
Warfield Within – „Inner Bomb Exploding“
Auf den Punkt gebracht
Schnörkellos, aber trotzdem technisch anspruchsvoll, das ist der Weg, den Warfield Within mit ihrem Debütalbum beschreiten. Der Death/Thrash-Metal-Hybrid beschränkt sich auf den Kern der beiden Subgenres, ohne dabei eintönig oder gar einfallslos zu klingen. Das beweist zum Beispiel das Intro von „A Future Dark “, das erst mit einem Solo-Schlagzeug beginnt, gefolgt von einer ausgeprägten Basslinie. Grundlegend ist das Album geprägt von Blastbeats, messerscharfen Gitarrenriffs und den typischen Death-Metal-Growls, die sich immer wieder mit Thrash-Metal-Shouts abwechseln. Die mächtige Produktion unterstreicht den rohen, aggressiven Charakter der 5er-Kombo.
Zwar sind die Songs bereits auf CD sehr gut, doch live ist es, wo sie ihr volles Potential entfalten können. Das haben die Westfalen bereits in den Niederlanden, Belgien und hier in Deutschland unter Beweis gestellt - bestätigen können das vor allem die Bands, mit denen sie bereits auf Tour waren, wie zum Beispiel Mayhem, Equilibrium oder Cataract.
Empfehlen kann ich die Scheibe jedem, dem der Stil von Hate Eternal und Co. gefällt - bodenständig und ohne Experimente. (ma)

10/15 Punkten

 

Review Allschools.de 7/10 Punkten
http://allschools.de/record/1277945/
Wem bei „Eternal“ von MALEVOLENT CREATION die Spurrillen verwischt sind, dem kann mit WARFIELD WITHIN geholfen werden. Die Mönchengladbacher verursachen auf „Inner Bomb Exploding“ Krach erster Güte durch fett produzierten Death Metal, der vor allem brutal ist, aber auch durch filigranere Facetten (wie solide Thrash Läufe) überzeugen kann. Zwei Stimmen treten gegeneinander an, Shout gegen Grunt, beide gut und stimmig zum aggressiven Highspeed Geprügel. Stilsicher wird immer wieder das Tempo in den Groove variiert, um dann wieder gnadenlos zuzuschlagen. Was TRIGGER THE BLOODSHED mit ihrem letzten Album nicht geschafft haben, Stimmung und Kurzweil trotz Blastinferno zu erzeugen sowie zündende Songs zu schreiben, haben WARFIELD WITHIN bereits mit dem Opener „New Blood“ geschafft, wobei auch die restlichen Songs überzeugen können. Wieder darf sich Yonah Records über einen satten Fang freuen, denn „Inner Bomb Exploding“ macht das Netz voll.

7/10 Punkten


Quelle: Metal.de
Alles oberhalb von Mannheim kann getrost als "Pott" bezeichnet werden. Entsprechend kommen WARFIELD WITHIN aus dem Pott. Und zwar aus Mönchengladbach. Dort treiben sie in dieser Form seit 2005 ihr Unwesen, auf der ehrenwerten Mission Death-infizierten Thrash-Metal zu verbreiten. Um ihrer Arbeit mehr Nachdruck zu verleihen, wurde kurzerhand der ehemalige JACK SLATER Gitarrist Spas mit ins Boot geholt.

Viel Wert legt der Fünfer offensichtlich auf die Schlagzeugarbeit. Die Devise lautet zum größten Teil höher, schneller, weiter im Sinne von KRISIUN, BEHEMOTH. Das Ganze thrashiger, mit teilweise anderen Vocals und fertig ist WARFIELD WITHIN. Mir persönlich ist das für Thrash-Metal mit Death-Einflüssen in der Gesamtansicht etwas zu viel Geblaste und Gegrowle, wie beispielsweise bei "Pride Of Creation". Songs wie "Scapegoat" oder Teile von "My Own Enemy" ziehen das Thrash-Eisen wieder aus dem Feuer. Ansonsten könnten WARFIELD WITHIN gut und gerne als thrashige Death-Metal Kombo durchgehen.

So geht das Album "Inner Bomb Blasting" als Mix der genannten Stile in die Analen der musikhistorischen Aufzeichnungen ein. Mit definitiven Schwerpunkten im Todessektor, wie bei "Cynic Hell Reality" (BEHEMOTH lassen grüßen) die Thrash-Fans nicht unbedingt ansprechen werden. Technisch gesehen einwandfrei, reihen sie fiese Melodienlinien und intelligent eigebaute Soli aneinander und rasen sich wahrscheinlich selbst um den Verstand.

Es herrscht nicht durchgehend der Bleifuß. Mit Hilfe diverser Breaks werden die Tempi gewechselt und wie der Speed variiert, so variabel ist Sänger Sebastian. Mal tiefste Growls, dann thrashige Shouts und irgendwann erinnert er mich stimmlich sogar an Abbath von IMMORTAL. Aber gut, es sei meinem Gehör verziehen. WARFIELD WITHIN grenzen sich nicht ein, sondern lassen alte und auch neue Stilmittel einfließen. Bestes Beispiel hierfür wäre der letzte Track "Dialog With God". Liebhaber von mehr oder minder modernem, hasserfülltem Thrash mit schwerem Hang zum Death-Sektor und einem Faible für Blastbeats ohne Ende können hier beherzt zugreifen. ....
Punkte: 6/10


FFM Rock - Review
www.allover-ffm-rock.de
Das Debüt der Mönchengladbacher ist ein wahrer Wirbelwind in Sachen Death/Thrash, hier geht volles Rohr der brutale Metal ab, was sich beim Opener "New Blood" mit massiven Blastbeat Attacken von Simon Heinen an den Drums schon klasse bemerkbar macht. Dazu sägen die Herren Spas und Felauer, beide mit Vornamen Christian, messerscharf auf ihren Gitarren und Sänger Sebastian Meisen kommt dazu mit geil aggressiven Vocals. Von Basser Thomas Felauer gibt es auch einen gewaltigen Druck und so gibt dieses knüppelnde, aber auch sehr technisch gehaltene und brutale Werk eine starke Visitenkarte ab. Bei der Nummer "Tortured Souls" kommt durch die ultraschnelle Passagen unweigerlich ein Vergleich zu Behemoth auf, doch WARFIELD WITHIN setzen nicht nur jetzt schon ihre eigene Duftmarke, sondern wissen auch durch die raffinierten Breaks zu gefallen und stechen auch durch den Wechselgesang aus derben Growls und thrashigen Screams wohltuend aus der Masse heraus. Der "Scapegoat" gibt sich zwar wieder Death lastig die Ehre, kommt in den Vocals aber vermehrt thrashig rüber, was für mächtig Spannung und Abwechslung sorgt. Und zudem kommt bis auf ein paar kleine Ausnahmen nur Up Tempo zur Geltung, was auch den vollen Druck mächtig stark rüber bringt. Mit "Warfield Within" kriegen wir einen technischen und Break lastigen Leckerbissen, der trotzdem fett und hart knallt, die Up Tempo Passagen sind wohl dosiert und passen wahnsinnig gut. Boah, was werden die Felle bei "Pride Of Creation" wieder verdroschen, wie gnadenlos sägen die Riffs und wie derb growlt Sebastian hier wieder, ein Werk der brutalsten und vernichtendsten Art, ein Brett der Superlative. Dagegen spielt sich "My Own Worst Enemy" wieder mehr im Thrash Genre ab, das mit seinem Geradlinigkeit und Technik einfach nur begeistert. Wüst und gnadenlos vernichtet "Cynic Hell Reality" in brutaler US Death Manier wieder alles, was sich in den Weg stellt und auch "A Future Dark" drückt irgendwie ungemein, wo auch sehr oft der Bass in den Vordergrund tritt, aber hier sind trotz Growls die Thrash Hooks der guten, alten Tage super zu erkennen, bevor am Ende ein kurzer, aber heftiger Blast Orkan zuschlägt. Dieser erreicht bei "War Of Attrition" so was wie seinen Höhepunkt, herrlich wüstes Geknüppel, das sich aber mit Up Tempo Gekrache perfekt ergänzt. Am Ende dieser umwerfenden CD steht mit "Dialog With God" noch mal einen brutal schnelle Nummer an, die aber auch wieder so ein Sahnestück in Sachen Abwechslung ist.
Bei solch einer qualitativ hochwertigen Band wie WARFIELD WITHIN brauchen wir uns um die Zukunft des brutalen Death keine Sorgen zu machen, wenn die Jungs ihren Pfad so konsequent weiter verfolgen, wir der Weg zum Death Metal Olymp sehr kurz sein und die Konkurrenz kann jetzt schon mal mit zittern anfangen, wenn die Gladbacher Gas geben.



www.allmymusic.de
Den Preis für das optimistische Album des Jahres werden Warfield Within nicht gewinnen. Das ahnt man schon bei Liedtiteln wie „Scapegoat", „A future dark" oder „Cynic hell reality". Die Band setzt sie sich auf ihrem Debütalbum mit Themen aus der dunklen Seite des Lebens auseinander. Dazu gehören nach eigener Aussage „psychische Erkrankungen, Pessimismus und nihilistische Weltanschauungen". Album- und Bandname deuten gleich doppelt daraufhin, dass es um die täglichen Kämpfe mit sich selbst geht. Musikalisch hat man in diesem Fall als Band drei Möglichkeiten: Man verpackt das ganze in dunklen Postrock, tieftraurige Songwriterstücke oder eben in Death- und Thrashmetalgewänder. Die Mönchengladbacher, die seit 2005 gemeinsam im Proberaum und auf der Bühne stehen, haben sich für Variante drei entschieden. Passend zu den negativen Themen geht es dunkel, brutal und aggressiv zur Sache. Hier regieren die Doublebass, schnelle Gitarrenriffs und tiefe Growls wechseln sich mit Shouts ab. Etikettenschwindel liegt hier definitiv nicht vor. Denn das ganze klingt schon deutlich nach einer „Inner Bomb exploding" und wir dürfen live dabei sein, während die Band mit Salven aus der Metalwaffenkammer gegen die psychischen Dämonen kämpft.


Review Heavyhardes.de
Gibt es eigentlich die Genrebezeichnung "Brutal Thrash Metal" schon? Wenn nicht, beantrage ich hiermit Patentschutz und packe auch gleich die erste Band in dieses Schublade: Warfiled Within!
Denn hier vereint sich rasend schneller und technischer Death Metal, oft auch als Brutal Death Metal bezeichnet, mit pfeilschnellem Thrash Metal zu einer Melange, die sich absolut sehen lassen kann. Es ist schon erstaunlich, wie spielend leicht Warfield Within diese Stile vermischen und sich dabei das ein oder andere Killerriff scheinbar mühelos aus dem Ärmel schütteln. Dazu gibt's dann noch komplexes Songwriting, was auch nach mehreren Durchläufen dafür sorgt, dass die Scheibe nicht langweilig wird, und abwechslungsreichen Gesang, der zwischen brutalen Growls und aggressiven Screams hin und her pendelt. Beeindruckend ist hier auch die spieltechnische Leistung, die die Protagonisten vom Stapel lassen. Schlagzeugseitig reiht sich Blast Beat an Uptempo-Thrash-Geklopfe und die Double Bass macht so ziemlich alles platt. Die Gitarrenriffs sind allerfeinst und absolut präzise auf Plastik gebannt, technikverliebte Musikhörer und Gitarristen kommen definitiv auf ihre Kosten. Natürlich steht der Bass hier in keinster Weise nach und so werden im Laufe der Spielzeit einige feine Kabinettstückchen präsentiert.
Auf diesem Debüt explodiert wahrlich eine Bombe, zwar gibt's hier und da noch einige kleinere Schwächen im Riffing und Songwriting, doch insgesamt ist Inner Bomb Exploding ein bärenstarkes Debüt, das sich Anhänger anspruchsvoller Musik schleunigst ins Haus holen sollten.